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Rassemenschen helfen armen Menschen

VARIOUS Neonbeats (Austrian New Wave and Post Punk)

2CD album | gg150
After releasing the Graf & Zyx and Viele Bunte Autos retrospectives on CD, we have compiled a double album of rare Austrian underground tracks from the late 70s to mid 80s, plus some young bands that continue this tradition until this very day. All tracks have never been released on CD and cover a wide range of sounds: from classic New Wave to Avantgarde, from guitar to synthesizer. Influences of the Neue Deutsche Welle and British postpunk meet synth pop and minimal electronics. Trackl list: 1. Sternenstaub - Heut ist Silvester 2. Ronnie Rocket Urini - Sail, Ship... 3. Passepartout - I will subside 4. Gameboymusicclub - Viele bunte Autos 5. Zyx - What do you love for 6. Flamingo - Neonbeat 7. Plastix - Konsumier mich 8. Squishy Squid - Christkind 9. Neonbeat - Der Einzelgänger 10. Pas Paravant - Hu 11. 001 Znort 101 - Stoubinen 12. Molin & Jox - Regenleichen 13. Wissenschaftliche Sensation - Ich weiss Null 14. Rassemenschen helfen armen Menschen - Alles ist mir recht 15. Westblock - Euorpa 16. Astaron - Burst out 17. ernste Jugend - Fühlen Sie die Macht 18. Gary Danner/DNV - Übergang 19. Collapsing New People - Seereen 20. Red.Chamber - Grain 21. Modell D'oo - Don't overact 22. The Thorns - Autumn 23. Bates Unltd. - Why can't I bey ou 24. Molto Brutto - Leichen 25. Die Nervösen Vögel - Black Helicopter Landing 26. Kreisky - Blasen 27. Chuzpe - Feder & Magnet 28. Karl Gott - Oh bitte tanz nicht 29. The Vogue - A Doll spits Cubes 30. Gottfried Distl & Band - Johnny Texas 31. Poligam - A Dur Blues 32. Rröslein Tott - Was wir bergen in den Särgen 33. Asstart - Forced to Dance 34. Gelbe Zone - Neapolytaner 35. Roter Rot - Green Tree Mafia 36. Monoton - Slow 37. Peterlicker - E-Song Price: € 22,-/copy incl worldwide shipping. The full tracklist is: Sternenstaub - Heut ist Silvester Ronnie "Rocket" Urini - Sail, Ship ... Passepartout - I will subside Gameboymusicclub - Viele bunte Autos Zyx - What do you live for Flamingo - Neonbeat Plastix - Konsumier mich Squishy Squid - Christkind Neonbeat - Der Einzelgänger Pas Paravant - Hu 001 Znort 101 - Stoubinen Molin & Jox - Regenleichen Wissenschaftliche Sensation - Ich weiss Null Rassemenschen helfen armen Menschen - Alles ist mir recht Westblock - Europa Astaron - Burst out Ernste Jugend - Fühlen Sie die Macht Gary Danner/DNV - Übergang Collapsing New People - Seereen Red Chamber - Grain Modell D'oo - Don't overact The Thorns - Autumn Bates Unlimited - Why can't I be you Molto Brutto - Leichen Die Nervösen Vögel – Black Helicopter landing Kreisky - Blasen Chuzpe - Feder & Magnet Karl Gott - Oh bitte tanz nicht The Vogue - A doll spits cubes Gottfried Distl & Band - Johnny Texas Poligam - A Dur Blues Rröslein Tott - Was wir bergen in den Särgen Asstart - Forced to Dance Gelbe Zone - Neapolytaner Roter Rot - Green Tree Mafia Monoton - Slow Peterlicker - E-Song

Mit der "Neonbeats"-2 CD-Compilation liefert das Klanggalerie-Label einen längst überfälligen, ins obskure Detail gehenden Überblick über die Entwicklung der nachlässig beachteten Neuen Welle in Österreich von ihren rotzigen Anfängen bis zu ihren Auswirkungen auf aktuelle Bands von Squishy Squid bis Kreisky. Sensationell rares Material wird endlich erhältlich, für Uninformierte wie Eingeweihte markiert diese Veröffentlichung das Großereignis seit der langersehnten Viele Bunte Autos-CD."
(Skug, April 2010)

Deutlichen Niederschlag in den österreichischen New Wave und Postpunk jener Tage fand die damals grassierende Neue Deutsche Welle, die viele ermutigte, doch lieber auf Deutsch als in schlechtem Meidlinger Englisch gegen den tristen Alltag anzusingen. Die produktionstechnischen Defizite jener Zeit verantworteten gleichzeitig einen Gutteil des holprigen Charmes, der fast allen Stücken hier eigen ist - sieht man von wenigen Zeitgenossen wie Kreisky ab, die als aktuelle Postpunk-Vertreter auf Neonbeats berücksichtigt werden. Aber die wirklichen Schmankerln stammen aus den frühen 1980ern. Etwa der morbide Proto-Techno von Molin & Jox zum Thema Regenleichen, der textlich aus Rammstein-Gehirnen stammen könnte. Naiv-charmanter sind Plastix die mit Wiener Idiom im Song Konsumier mich Lebensentwürfe hinterfragen. Gruftie-Pop, reduziertes Gitarren-Geschrammel sowie einfache Übungen an frühen Synthesizern bestimmten die Ästhetik dieser Musik. Das Stilmittel der Monotonie war dem Zeitgeist ebenso geschuldet wie den Möglichkeiten vieler dieser mutigen Selbstermächtigungskünstler."
(Der Standard, April 2010)

Ziel der Zusammenstellung ist die Abbildung der heimischen Szene von 1979 bis 2010. Eine österreichische Variante des "Verschwende Deine Jugend"-Prinzips. Ich fordere hiermit Herrn Robotka auf, auch augenblicklich mit der literarischen Aufarbeitung zu beginnen. Die Compilation sammelt österreichische Raritäten von Formationen wie Chuzpe, Passepartout, Kreisky, Karl Gott, Pas Paravant, Rassemenschen helfen armen Menschen, Neonbeat, Molin & Jox oder Plastix und macht sie erstmals auf CD und in manchen Fällen überhaupt erstmals auf Tonträger erhältlich. Es ist interessant, wie mühelos die Sammlung dreißig Jahre musikalisches Wirken zu einem homogenen geistigen und ästhetischen Standing vereint. Und wie nahtlos die jüngste Generation musikalisch Schaffender an eine Tradition anknüpft, die sie in vielen Fällen oftmals nur unbewusst wahrgenommen hat."
(FM4, April 2010)

Dass aus dieser höchst originellen Zeit des österreichischen Pop so wenig überliefert ist, liegt schlicht daran, dass sie vor Erfindung der CD lag. Man muss sie erst digitalisieren. Und da das nie systematisch geschehen ist, ist jede Retrospektive eine wertende Auswahl. (...) Die „Neonbeats“ betonen dagegen die kunststudentische Abteilung. Zyx z.B., den männlichen Teil des Künstlerduos Graf+Zyx, der auch als Roter Rot firmierte, 001 Znort 101, Wissenschaftliche Sensation, Ernste Jugend. Die Namen illustrieren, wie fasziniert diese Künstler von der erst dämmernden Computerzeit und überhaupt von einem kühlen, wissenschaftlichen, technischen, zukunftsfreudigen Weltverständnis waren."
(Die Presse, April 2010)